Leben in der Jagd
Donnerstag, 15. November 2018
18:30 - 21:00 Uhr

WO? Rathaus Heidelberg, Marktplatz 10 69117 Heidelberg
Treffpunkt: Alter Rathaussaal

18:30 Uhr

Begrüßung

Erika Schroth, Servet Akgöbek Kulturgut im Quadrat gUG
Florian Hänsel Abtlg Forst des Landschafts- und Forstamtes

19:00 Uhr

Vortrag: Das Verhältnis des Menschen zur Natur in der Jagd, Univ.-Prof. Dr. Barbara Krug-Richter

Univ.-Prof. Dr. Barbara Krug-Richter Universität des Saarlandes
Historische Anthropologie/Europäische Ethnologie

Die Jagd hat in Deutschland seit Jahren ein Rechtfertigungsproblem. Immer wieder müssen sich Jäger für das Töten von Tieren rechtfertigen. Das Ansehen der Jagd und der Jäger ist so ambivalent wie die vielfältigen Formen des Jagens, die noch dazu gar nicht alle in deutschen Wäldern stattfinden.

Der Vortrag thematisiert die kulturhistorischen Formen und Ausprägungen der Jagd als zentralen Spiegel der Gesellschaft. Die Formen Jagd zeigen ein Verhältnis des Menschen zur Natur, in dem sich dieser als Herrscher über eine niedere Kreatur verstanden wurde.



20:00 Uhr

Sinn und Sinnlichkeit der Jagd Dr. Thorsten Gieser

Dr. Thorsten Gieser, ist Ethnologe am Institut für Kulturwissenschaft der Universität Koblenz-Landau

Was tun Jäger eigentlich, wenn sie zur Jagd gehen? Welche Art von Natur- und Tiererfahrung ermöglicht die Jagd? Die teils heftig teils kontrovers geführten öffentlichen Debatten um die Jagd lenken meist davon ab, sich genauer damit zu beschäftigen, was dabei im Detail passiert. Wie ist es, wenn man an einem kalten Dezembertag stundenlang im Regen im Wald steht, auf ein Tier wartet und wartet, sich dabei still verhalten und trotzdem unermüdlich wachsam bleiben muss? Wie fühlt es sich an, wenn man dann ein Tier erblickt, langsam die Waffe erhebt und sich bereit zum Schuss macht? Anhand dieser für die Jagd zentralen Handlungen zeigt Dr. Gieser, inwiefern die Jagd eine durch und durch körperliche Handlungs- und Wahrnehmungspraxis ist. Hier treffen sich Empfinden und Affekt, Handlungskompetenzen und geschulte Sinnes- bzw. Wahrnehmungsfertigkeiten. Und hier entsteht auch eine Art ‚Sinn‘, der sich aus dem Vollzug des Jagens ergibt und nicht dadurch, dass er auf etwas außerhalb der Jagd verweist (die gesellschaftliche oder ökologische Bedeutung).





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Waldjahr  2018

Organisation und Veranstaltung

Kulturgut im Quadrat gUG & Abtlg. Forst des Landschafts- und Forstamtes der Stadt Heidelberg

Die Verpflegung und Kosten

Zum Empfang um 18:30 Uhr reichen wir Ihnen einen kleinen Imbiss und ein Glas Sekt oder Softgetränke. Kosten 10 EUR, 5 EUR ermäßigt.

Kulturgut Waldliebe®

Waldliebe® ist ein Medienprojekt von Kulturgut im Quadrat®
in Bild, Ton, Text und VR.

Der Wald ist ein gemeinsamer Kulturraum. Für uns alle.

Bäume, Tiere, Quellen und Nahrungsstätten sind wesentlich für unser Leben. Sie beeinflussen unsere Sinne, erden uns, ermöglichen unsere Existenz. Die Bedeutung des Waldes für den Menschen zeigt sich in den Sitten, Gebräuchen und Geschichten über das Walderleben.
Unser Verständnis des Waldes und seine Bedeutung für uns bilden einen kulturellen Schatz. Das MEDIENPROJEKT WALDLIEBE hält diesen Schatz lebendig: Im Bewusstsein und im Internet.

Der Waldpunk

Die Irokesen, Eigenbezeichnung Haudenosaunee („Leute des Langhauses)“, oft Six Nations (Sechs Nationen), sind nordamerikanische Indianer, die einer gemeinsamen Sprachfamilie angehören. Die irokesischen Sprachgruppen bewohnten ein zusammenhängendes Gebiet rund um den Ontario-, Huron- und Eriesee in den heutigen Staaten New York und Pennsylvania sowie in Teilen von Alabama und Georgia (USA) und im südlichen Ontario und Québec (Kanada). Fünf, später sechs Irokesenstämme waren Mitglieder der Irokesen-Konföderation oder Irokesenliga. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden diese Stämme als Irokesen bezeichnet: Cayuga, Mohawk, Oneida, Onondaga, Seneca und Tuscarora.

Mensch und Wald

Einblicke in unser Projekt.

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oder sollten Sie selbst dieser Jemand sein, freuen wir uns sehr über Ihre Vorschläge.

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